Es nimmt der Augenblick, was Jahre geben.

Johann Wolfgang von Goethe

Rückblick 2014

Hohe Akzeptanz bei erstem Messeauftritt

Es ist schon ungewöhnlich, ein Beerdigungsinstitut auf einer regionalen Schau für Handwerk und Dienstleistung. Für die Oberhessenschau in Marburg war es im vergangenen Frühjahr überhaupt das erste Mal und für die Firma Greif ebenfalls. Neuland. Schließlich ist es nicht so einfach, für Austeller und Besucher gleichermaßen, sich so aktiv mit einem sonst weniger öffentlichkeitstauglichen Thema auseinanderzusetzen. Doch entgegen aller Bedenken, ist das „Experiment“ als erfolgreich zu bewerten. „Natürlich waren wir aufgeregt und in der Ungewissheit, ob die Präsentation angenommen wird“, so Kurt Greif. Sie wurde. Der Zuspruch erhöhte sich während der fünf Tage Messe ständig. Die Hemmschwelle fiel. Viele kamen gezielt zum Stand, um sich genau zu informieren. „In der Hauptsache waren es Besucher der Gruppe 50+, die Detailfragen stellten“, so Greif. Nicht für ihre Eltern, sondern für sich selbst. Der Bestatter konnte aber auch beobachten, wie sich einige Besucher gewissermaßen „herantasteten“ und die Scheu vor dem Thema Tod und Bestattung und den Ausstellungsstücken abbauten.

Es gab einiges zu sehen auf der etwa 20 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche. Neben unterschiedlich gestalteten Urnen, zeigten einige Vitrinen unter anderem Möglichkeiten, wie man Fingerabdrücke verewigen kann und später als Schmuck trägt. Aber auch Mitmach-Aktionen nahmen die Hemmschwelle vor dem Thema. So konnten die Besucher beispielsweise Holzurnen nach ihrem Geschmack farblich gestalten. „Es wird immer mehr Individualität gefragt, auch bei Beerdigungen“, erkennt Kurt Greif den Trend. So bekommt der Fußball-Fan seine Bestattung in den Farben des Vereins oder der Fotograf seine Kamera in den Sarg gelegt. Zum Standard gehört heute mittlerweile auch ein Porträtfoto oder Banner der Verstorbenen während der Trauerfeier.

Auf jeden Fall ist nach den fünf Tagen Messe die Bilanz positiv. Die Besucher haben insgesamt offener auf das Thema reagiert als erwartet. Ebenfalls positiv zu bewerten ist auch, dass durch ein solches Engagement das Thema Beerdigung aus der Tabu-Ecke herausgeholt wurde. Für Kurt Greif ist das Motivation genug, diese Arbeit voranzutreiben: „Angespornt durch die durchweg geglückte Präsentation und Resonanz kann ich mir gut vorstellen, auf diesem Weg weiterzumachen.“

Trends von Fachmesse mitgebracht

In diesem Jahr fand in Düsseldorf die BEFA statt. Eine Messe für Fachbesucher. Zahlreiche führende nationale und internationale Anbieter zeigen dort ihre Produkte und Dienstleistungen sowie die neuesten Trends aus den Branchen Bestattung, Friedhof und Kremation.

Eine gute Gelegenheit für das Bestattungsunternehmen Greif, neue Richtungen aufzuspüren. „Unter Kollegen kann man gut seine Erfahrungen austauschen und neue Ideen entwickeln und mit nach Hause nehmen“, so Kurt Greif. Schließlich kamen Chef und Mitarbeiter mit neuen Inspirationen und auch ganz gegenständlichen Bestattungsutensilien zurück. Glitzer ist ein Trend. Swarowsky-Steine geben Urnen eine ganz neue und individuelle Note.

Zudem ist Kurt Greif dort auch auf ein neues Computerprogramm gestoßen. In Verbindung mit einem neuen DIN A3-Farblaser-Drucker können spielend leicht Bilder eingescannt und ausgedruckt werden. Einen sogenannten Bannerdruck. „Die Kunden mögen das, und es wird sehr gut angenommen“, sagt Kurt Greif, der auch gleich passende Rahmen dafür anbietet, wenn dies gewünscht wird. Kürzlich hat das Unternehmen einen Amerika-Fan bestattet und ein Bild von der New-Yorker-Skyline neben dem Sarg platziert. Eine Reminiszenz an den Verstorbenen, die wirkte.

Mitarbeiter schulen sich ständig

Neue Entwicklungen, neue Methoden. Ständige Weiterbildung ist auch in einer sehr traditionellen Sparte wie der Beerdigungskultur nötig. Die Anforderungen passen sich immer wieder neu an die aktuellen Erfordernisse an. „Deshalb ist absolut wichtig, dass meine Mitarbeiter und selbstverständlich auch ich Fortbildungen besuchen, um dem Kunden die bestmögliche Betreuung zu gewähren“, ist sich Kurt Greif sicher.

Verschiedene Seminare dienten im laufenden Jahr zur Weiterbildung. Dabei wurde das Führen von Beratungsgesprächen optimiert, die Themen Bestattungsvorsorge und der Umgang mit Versicherungen vertieft. Darüber hinaus bekamen die Mitarbeiter eine Einführung in die Trauerpsychologie.

Dieses Engagement wird honoriert. In einer Umfrage unter den Kunden hat das Beerdigungsunternehmen Greif gute und sehr gute Noten erhalten. Das weiß Kurt Greif zu schätzen: „Für dieses Vertrauen und Akzeptanz möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Und natürlich auch bei meinen Mitarbeitern.“